Linden-Apotheke Mannheim Sandhofen Lindenapotheke
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Öffnungszeiten
| Montag-Freitag: | 8.00 15.00 | -13.00 Uhr -18.30 Uhr |
| Samstag: | 8.00 | -13.00 Uhr |
 | Apothekerin Ursula Jüttner Apothekerin seit 1966, Apothekenleiterin der Linden-Apotheke seit 1968 | |
| | Apothekerin Anke Eckardt seit 1999 teilzeit beschäftigt und Apothekervertretung |  |
 | Pharmazeutisch-technische Assistentin Beatrice Scavone teilzeit seit 1981 | |
| | PTA Kerstin Steiger seit 1985 in der Linden-Apotheke |  |
 | PTA Birgit Moser teilzeitbeschäftigt seit 1984 | |
| | Apothekenhelferin Birgit Hiller dabei seit 1972 |  |
 | Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Cornelia Vogt Vollzeitkraft seit 1994 | |
Es ist eine der Geschichten, die die Nachkriegszeit schrieb:Heimlich aus Thüringen geflüchtet baute sich Friedrich Keller in seiner früheren Heimat eine neue Zukunft auf:
Im Dezember 1950 eröffnete Friedrich Keller seine Apotheke in der Schönauer Straße 7a in einer umgebauten Scheune. Zwei Jahre später kam die Familie nach. Tochter Ursula Jüttner führt das Geschäft, das in dieser Woche sein 50jähriges Bestehen feiert, heute noch.
Friedrich Keller wuchs in Neckarhausen auf, studierte in Heidelberg und kam dann zum Praktikum nach Mannheim in die Apotheke am Luisenring. Nach seiner Hochzeit machte sich der Apotheker auf die Suche nach einer eigenen Pacht. Da seine Frau aus Thüringen stammte und dieSchwieger
mutter noch in Jena wohnte, entschied er sich dafür, eine Landapotheke in Mechterstedt, an der Bahnlinie zwischen Gotha und Eisenach, zu übernehmen. 1940 wurde das Geschäft eröffnet.
Da die Apotheke wichtig für die Versorgung der Bevölkerung war, wurde Keller nicht an die Front eingezogen. Nach Gründung der DDR lief das Geschäft zunächst ebenfalls weiter. 1950 fuhr Keller mit zweien seiner vier Kinder zu seinem Bruder nach Mannheim. Dort entschloss er sich, die DDR zu verlassen, kehrte aber zunächst heimlich mit den beiden Kindern zur Frau und den beiden anderen Kindern zurück, um die Familie wieder zusammenzuführen und flüchtete wenige Tage später über Berlin nach Mannheim.
Hier suchte er gemeinsam mit seinem Bruder nach einer geeigneten Pacht. In Sandhofen wurde er schließlich fündig und richtete sich in der Schönauer Straße zu
nächst unter einfachsten Bedingungen ein. Nach und nach wurden die Scheune und der angrenzende Pferdestall ausgebaut, In den Räumen untergebracht war bei der Eröffnung nicht nur die Apotheke, sondern auch das Elektrogeschäft Leonhardt, das sich im Lauf der Jahre dann ein eigenes Domizil in der Schönauer Straße suchte.

1952 endlich erreichte die Frau über Umwege die Ausreise. Da dies offiziell als Familienzusammenführung zu ihrem Vater deklariert wurde und sie vier Kinder hatte, durfte man den gesamten Hausstand mitnehmen.
Tochter Ursula war damals neun Jahre alt. Sie war das einzige Kind, das in die Fußstapfen des Vaters trat. Ursula studierte in Passau, München und Berlin und beendete 1966 ihr Studium. Gearbeitet hatte sie die ganze Zeit über in anderen Apotheken, sowohl zum Praktikum als auch als Vertretung in den Semesterferien. 1968 übernahm sie dann das Geschäft des Vaters, der in der Zwischenzeit eine zweite Apotheke auf dem Waldhof eröffnet hatte.
In den vielen Jahren hat sich die Apotheke nicht nur im Rahmen der medizinischen Betreuung, sondern auch als Ausbildungsbetrieb einen Namen gemacht. Sowohl pharmazeutische als auch kaufmännische Assistenten wagten bei Ursula Jüttner die ersten Schritte ins Berufsleben.
Zurzeit betreut sie mit zwei Stamm und einer Reihe Teilzeitkräften ihre Kundschaft.
aus Mannheimer Morgen, September 2000, Autorin:Karin Urich
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